Verhinderungspflege

Verhinderungspflege – Alle Infos auf einen Blick
Verhinderungspflege ist die Vertretung einer privaten Pflegeperson in der häuslichen Pflege, wenn diese die zu pflegende Person übergangsweise nicht betreuen kann. In diesem Fall kann die Pflege von einem professionellen Pflegedienst oder von einer anderen privaten Pflegeperson ausgeführt werden.
Die Verhinderungspflege gemäß §39 SGB XI kann ab dem Pflegegrad 2 bei der Pflegekasse beantragt werden, vorausgesetzt, dass die zu pflegende Person zuvor mindestens 6 Monate von einer Privatperson gepflegt wurde. Diese wird für maximal 42 Tage in Höhe von maximal 1612,- Euro bereitgestellt. Da sich Ausfälle von pflegenden Privatpersonen häufig nicht planen lassen, kann die Verhinderungspflege auch rückwirkend beantragt werden. Im Maximalfall ist es möglich, das Geld für die Verhinderungspflege bis zu 4 Jahren nach der erfolgten Verhinderungspflege rückwirkend gemäß §45 SGB I zu beantragen.
Hinsichtlich der Unterstützung durch die Pflegekasse macht es jedoch einen Unterschied, wer Ihren Angehörigen pflegt.
Wird die Verhinderungspflege von einer Person übernommen, die bis zum zweiten Grad mit dem Pflegebedürftigen verwandt oder verschwägert ist oder mit ihm zusammenlebt, werden keine Leistungen der Verhinderungspflege in Höhe von maximal 1612,- Euro übernommen. In diesem Fall werden Pflegegeldleistungen maximal in Höhe des 1,5fachen Pflegegeldsatzes gezahlt.
Es ist auch möglich Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege zu kombinieren.
Fällt eine private Pflegeperson kurzzeitig aus, finanziert die Pflegeversicherung bis zu 1612,- Euro für einen stationären Aufenthalt von bis zu 56 Tagen pro Jahr. In diesem Fall spricht man von einer Kurzzeitpflege.  
Wenn die Kurzzeitpflege jedoch nicht in Anspruch genommen wird, kann die Hälfte für die Kurzzeitpflege auf die Verhinderungspflege angerechnet werden. So stehen im Jahr zu den maximal 1612,- Euro zusätzlich 806,- Euro mehr pro Jahr zur Verfügung. Im umgekehrten Fall kann die Verhinderungspflege zur Hälfte auf die Leistungen der Kurzzeitpflege übertragen werden.
Bitte sprechen Sie uns an, wir geben Ihnen alle nötigen Informationen und unterstützen Sie gerne.
 
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